Vertrauen

Hallo,
ich grüße dich aus der Schönen Aussicht. Mein Name ist Axel Fischer und ich möchte dir schöne Aussicht auch für diesen Tag wünschen. Heute gebe ich dir ein Thema mit auf den Weg, das „Vertrauen“ heißt. Was ist Vertrauen? Wir alle vertrauen allen möglichen Sachen, angefangen bei unseren Eltern, die uns schon früh geprägt, in das Leben hineingeführt und uns Sicherheit gegeben haben. Wenn wir größer werden, vertrauen wir auch anderen Dingen, wie z.B. anderen Menschen, Partnern, Arbeitgebern, Technik, Finanzen, etc. Und so leben wir. Und es ist auch gut so, denn wir können nicht selber alles machen und im Griff haben. Wir sind ein Stück weit darauf angewiesen, manchmal sogar jemanden oder etwas blindes Vertrauen entgegen zu bringen. Wenn ich in ein Flugzeug steige, prüfe ich vorher, wie und ob es funktioniert oder ob der Pilot alles richtig macht? Nein, denn ich steige einfach ein und vertraue darauf, dass es funktioniert. Und das ist auch gut so. Aber dann kommen Zeiten, in denen die Dinge nicht mehr einfach so funktionieren. Und in so einer Zeit leben wir jetzt. Die Coronapandemie hat alles ins Wanken gebracht. Die Menschen sind verunsichert und Dinge, die vorher stabil waren, sind auf einmal nicht mehr so stabil. In so einer Situation passiert dann Folgendes: Menschen bekommen Angst, weil Dinge und Systeme, die ihnen Sicherheit gegeben haben, plötzlich unsicher werden. Fragen und Angst kommen auf. Angst, Unsicherheit und Zweifel sind das Gegenteil von Vertrauen. Ich habe dir ein Wort aus der Bibel mitgebracht. Das ist der Psalm 56,4: „Doch wenn ich Angst bekomme, vertraue ich auf dich.“ Ist das nicht schön? Denn hier ist es genau umgekehrt. Hier folgt das Vertrauen auf die Angst. Normalerweise ist die Angst ein Faktor, der uns das Vertrauen nimmt. Und genau deswegen möchte ich dir das Wort Gottes mitgeben. Denn selbst wenn sich das bekannte Gesellschafts-, Welt-, Gesundheits- und Wirtschaftssystem auf einmal auflösen und ich Angst bekomme, dann, so schreibt der Psalmist, vertraue ich auf Gott, denn an ihn wendet er sich in diesem Vers. Er trifft hier eine Entscheidung. Er weiß, dass da eine göttliche Dimension ist und er hängt sich an Gott. Im Vers 5 geht es folgendermaßen weiter: „…auf Gott vertraue ich und habe keine Angst.“ Ist das nicht genial? Im Vers vorher hat der Psalmist noch Angst, er entscheidet sich aber, Gott zu vertrauen und die Angst verschwindet. Gott stillt den Sturm. Vielleicht tobt der Sturm noch um uns herum, aber durch Gott kann ich in meinem Inneren still werden. In ihm ist Geborgenheit und Sicherheit. Das wünsche ich dir in dieser Zeit. Wir sagen, Vertrauen muss man sich verdienen, aber wir können Vertrauen auch schenken. Ich denke, dass Gott sich in vieler Weise Vertrauen auch verdient hat, aber oft war er nicht greifbar für uns. Wir haben ihn nicht gesehen. Wir haben ihn nicht gehört. Wir haben ihn vielleicht nicht anfassen können. Vielleicht war dein Herz an verschiedenen Punkten voller Zweifel gegenüber Gott. Ich möchte dich einladen, schenke ihm Vertrauen in dieser Zeit der Not, wo das Vertrauen in so viele andere Dinge plötzlich zerrüttet ist. Und du wirst die gleiche Erfahrung machen, wie der Psalmist in diesen Versen: die Angst verschwindet durch Vertrauen zu Gott. Ich wünsche dir, dass du mit diesem Gottvertrauen in diesen Tag gehst und du wirst sehen, wie die Angst weicht. In diesem Sinne, schöne Aussicht für den Tag! Gott segne dich!